Nicht zweimal ließen sich die Ehrengäste und Organisatoren bitten, als es zum traditionellen Weißwurstfrühstück ging! Von links sehen Sie Herbert und Elisabeth Unnasch sowie Susanne Wagner von der ARBERLAND REGio, Regens Landrätin Rita Röhrl, Zwiesels stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Pfeffer, Filip Smola, Bürgermeister von Železná Ruda, Hartwig Löfflmann, Geschäftsführer des Naturparks Bayerischer Wald, Simona Fink vom „Sekretariat für grenzüberschreitendes Netzwerkmanagement im Themenbereich Kultur und Tourismus“, Regens stellvertretender Landrat Willi Killinger, Klára Dostálová, Ministerin für Regionalentwicklung mit Ehemann, Umweltminister Richard Brabec und Dana Biskup von der Euregio.

„Essen und Trinken kann man auch ohne die richtige Grammatik“

 

Nachdem Viechtach das Gedenkjahr „30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs“ mit seinem „Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsfest“ eingeläutet hat, luden ARBERLAND REGio-Chef Herbert Unnasch und das Team des „Sekretariats für grenzüberschreitendes Netzwerkmanagement im Themenbereich Kultur und Tourismus“ am Samstag zu einem nachbarschaftlichen Genussmarkt auf dem Gelände des „Kulinarischen Schaufensters“ in Zwiesel ein.

„Essen und Trinken kann man auch ohne die richtige Grammatik“, überschrieb Unnasch die Feierlichkeiten. Zum Weißwurstfrühstück der zahlreich erschienenen Ehrengäste hatten sich neben Regens Landrätin Rita Röhrl die tschechische Ministerin für Regionalentwicklung, Klára Dostálová, sowie Umweltminister Richard Brabec eingefunden. Ihr besonderer Dank galt Netzwerkmanagerin Simona Fink, die sich als „Doppelagentin und Grenzgängerin“ für die Organisation des Festes auf böhmischer Seite verantwortlich zeichnete. Nicht minder großes Lob bekamen Veronika Wellisch und ihre Mitarbeiterinnen vom Team des „Kulinarischen Schaufensters“.

Parallel hatten Besucher Gelegenheit, die angereisten Genussgaranten näher kennenzulernen. Das „Kulinarische Schaufenster“ selbst war mit saisonalen Bayerwald-Spezialitäten vertreten. Wurst, Käse, Gemüse, Gebäck, Wein und viele weitere prämierte Leckereien aus 13 Regierungsbezirken präsentierte die tschechische Landwirtschaftsinitiative „Regionální potravina“, vertreten durch die Familie Zelená aus Sušice. „Fair und regional“ war das Motto der Zwieseler „Kaffeerösterei Kirmse“. Sie stellte ihren neuen El-Salvador-Kaffee „50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald“ vor, der als Kooperation mit dem Nationalpark Montecristo angelegt ist. Ein Gutteil der Erlöse kommt dem Erhalt der mittelamerikanischen Regenwälder zugute. Honig, Fruchtaufstriche, Bonbons und Gewürzmischungen hatte die „Imkerei Muhr“ aus Prackenbach im Gepäck. Josef Muhr Senior und Mitarbeiterin Sandra Morell wussten nicht nur allerlei über eher ungewöhnliche Sorten wie Buchweizen-, Edelkastanien- und Kornblumenhonig zu erzählen, gerade der neue „ARBERLAND Honig“, so meinten sie, käme sehr gut an: „Es handelt sich um ein Experiment – einen gerührten Waldhonig!“ Weil ihr Sohn Michael verhindert war, vertraten Mutter Sabine und Vater Alois Wühr die Schweinhütter Naturseifenmanufaktur „Woidsiederei“ auf dem Fest. Neben eigenen Kreationen stellten sie farbenfrohe Seifenschalen einer tschechischen Töpferin aus. Etwas abseits konnte die Kundschaft beim Anmischen und Handpressen der beliebten „Badekugerl“ zusehen. Fruchtige Brände und Geiste aus seiner „Obstwerkstatt“ verkostete der Kollnburger Willi Gierl. Hier interessierten sich die Gäste besonders für einen edlen Tropfen aus Quitte, den zunächst niemand zu übersetzen wusste. Die Bildrecherche ergab: „Kdoule“ ist richtig! Begleitet wurde das lustige Fest bei strahlendem Sonnenschein von Gesang und volkstümlichen Klängen des Duos „Gerhard & Franze“, das trotz „Grenzlandfestzeit“ in die Vollen griff.